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metronom startet neue Präventionskampagne (Juli 2010)
Leichtsinniges Verhalten im Bahnbereich – metronom Lokführer zeigen Gesicht
Die Motive zum Herunterladen erhalten Sie hier (PDF-Dokument; ca 2 mb)
(Uelzen, 21. Juli 2010) Es geschieht täglich, auf allen Strecken. Lokführer haben vor Augen, was auf keinen Fall sein darf: Menschen auf den Gleisen. Pendler, die noch schnell zum Zug „hechten“. Jugendliche, die ihren Weg über die Schienen abkürzen. Eltern, mit Kind an der Hand, die an der geschlossenen Schranke vorbei über den Bahnübergang laufen.
Was muss passieren, damit Menschen ihr leichtsinniges Verhalten reflektieren? Drastische Bilder von zerstörten Autos oder von entsetzlichen Unfällen an Bahnübergängen zeigen die traurigen Folgen dieses unüberlegten Handelns – doch das scheint kaum zu wirken. Jeden Tag riskieren Fahrgäste weiter ihr Leben, in dem sie unerlaubt Schienen und Bahnübergänge überqueren oder sich zu nah an der Bahnsteigkante aufhalten.
metronom wählt nun einen eigenen Weg: metronom zeigt den Menschen in der Lok, mit seinen Gefühlen, Ängsten und dem Unverständnis über die Ignoranz derer, die nicht nur ihr eigenes Schicksal bewusst herausfordern, sondern durch ihr Verhalten auch das Leben eines Lokführers enorm belasten.
Zugegeben – die Kampagne erschließt sich vielleicht nicht auf den ersten, flüchtigen Blick und mag auf den einen oder anderen Betrachter sogar provokant wirken. Doch um schnelle Effekthascherei geht es den metronom Lokführern nicht: Sie zeigen Gesicht und fordern zum Nachdenken auf. Die Motive sind ab sofort in allen metronom Zügen zu sehen und sollen helfen, zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung beizutragen.
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metronom alkoholfrei kommt an (26.3.2010)
metronom ALKOHOLFREI – es funktioniert! (26. März 2010)
Erfreuliche Zwischenbilanz zum Alkoholverbot in metronom Regionalzügen Am 15. November 2009 führte die metronom Eisenbahngesellschaft als erstes Eisenbahnunternehmen ein generelles Alkoholkonsumverbot (AKV) in ihren Zügen ein. Nach beinahe vier Monaten Praxis ziehen die Verantwortlichen eine ausgesprochen positive Zwischenbilanz: Das Alkoholkonsumverbot in den metronom Nahverkehrszügen funktioniert!
Der Vorstoß des privaten, niedersächsischen Unternehmens hat eine bundesweite Diskussion über die Rolle von Alkohol im Nahverkehr und darüber hinaus im öffentlichen Raum in Gang gesetzt. Meinungsumfragen über diverse Kanäle, vor allem aber eine große Kundenbefragung im April, in der sich eine überwältigende Mehrheit der Fahrgäste – teilweise nachdrücklich – für ein Alkoholkonsumverbot ausgesprochen hatte, bestärkten metronom, diesen Vorstoß konsequent weiter zu verfolgen.
Warum führte metronom ein Alkoholkonsumverbot ein? Zwei Gründe führten zur Entscheidung für das AKV: der Schutz von Mitarbeitern und Fahrgästen und die enormen Kosten für die Beseitigung von Vandalismusschäden, die zuletzt bei rund 500.000 Euro im Jahr lagen. „Wir wollten nicht mehr ignorieren, dass die gewalttätigen Übergriffe auf unser Zugpersonal steigen. Wir wollten ebenso nicht über die vielen Pendler-Beschwerden hinwegsehen, die wegen der teilweise desolaten Zustände an den Wochenenden metronom Züge mit ihren Familien immer häufiger mieden“ erläutert Henning Weize, kaufmännischer Geschäftsführer der metronom.
Wie lauteten die Ziele? Die Ziele waren hoch gesteckt: Zunächst einmal wollte metronom das Alkoholkonsumverbot in den eigenen Zügen erfolgreich durchsetzen, aber dabei gleichzeitig ein Modell für die Einführung eines Alkoholkonsumverbotes im betroffenen Nahverkehr entwickeln. Begleitet wurde die Vorbereitung durch fortlaufende Öffentlichkeitsarbeit und transparente Kommunikation, um zu einer Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft beizutragen. „Kein Fahrgast fühlt sich wohl in einem Wagen, in dem ein Trinker pöbelt, randaliert oder Obszönitäten grölt. Falsch verstandene Toleranz hilft hier nicht weiter, das Ächten von offensivem Trinken in der Öffentlichkeit muss endlich wieder „politisch korrekt“ sein dürfen“ so Tatjana Festerling, Projektzuständige bei metronom.
Wie lässt sich das AKV durchsetzen? Die Erfahrungen bei der Durchsetzbarkeit des AKV sind, bis auf wenige Ausnahmen, positiv. An Werktagen, wenn Pendler und Normalreisende unterwegs sind, lässt sich das AKV problemlos durchsetzen, denn es findet hohe Akzeptanz bei den Fahrgästen. Auf das „Feierabendbierchen“ wird verzichtet oder Pendler wechseln zu alkoholfreiem Bier.
Auch an den Wochenenden, wenn vor allem Niedersachsen-Reisende, Studenten, Ausflügler und Familien in den Zügen fahren, trifft das AKV auf hohe Akzeptanz, die Ausstellung einer Vertragsstrafe ist selten notwendig und wenn ein Verstoß vorliegt, folgt in der Regel die sofortige Einsicht. Auch Fußballfans akzeptieren das AKV: Es kommt nur zu einigen wenigen Vertragsstrafen, denn die an- oder durchreisenden Fans organisieren sich um und trinken das letzte bzw. erste Bier am Bahnsteig oder steigen auf alkoholfreies Bier um.
Probleme gibt es lediglich mit Fußballfans der Kategorie C, einer eher gewaltbereiten Klientel: Hier stößt das AKV auf geringe bis keine Akzeptanz, es ist auch keine Einsicht vorhanden, im Gegenteil, diese Fahrgäste verhalten sich zum Teil konspirativ und suchen die Konfrontation. Hier wird metronom zukünftig noch enger mit der Bundes- und Landespolizei zusammen arbeiten.
Wie wirkt sich das AKV aus? Sehr positiv: Neben dem subjektiven Eindruck des entspannten, angenehmen Reisens in deutlich saubereren Zügen, überzeugen vor allem Zahlen über die Entwicklung der in metronom Zügen begangenen Straftaten oder den enormen Rückgang des Müllaufkommens.
- Straftaten: Im Oktober 2009 – noch ohne AKV – erfasste die Bundespolizei 188 Straftaten, aktuell im Februar 2010 lag sie bei 68, also bei 36% im Vergleich zum Oktober.
- Müll: Im Januar, dem zweiten Monat nach Einführung des AKV, fielen sieben Tonnen weniger Müll (ohne Pfandflaschen und -dosen) an, als in den Monaten zuvor.
- Vertragsstrafen: Derzeit werden rund 400 Vertragsstrafen monatlich ausgestellt, Tendenz sinkend. Zum Vergleich: Mehr als 80.000 Fahrgäste nutzen täglich metronom Züge.
- Vandalismus: Vandalismusschäden sind deutlich zurückgegangen, eingeschlagene Deckenplatten, verbogene Lampengitter, zerkratzte Tische, zerschlitzte oder eingenässte Sitze kommen so gut wie nicht mehr vor.
- Zusätzliche Reinigungen: Nur eine zusätzliche Adhoc-Reinigung wurde in den fast vier Monaten nötig, früher war dies an Fußballwochenenden die Regel.
- Trotz einer erhöhten Eingriffsdichte – jeder Alkohol trinkende Fahrgast wird angesprochen –sind die polizeilich registrierten Vorfälle (Straftaten) drastisch gesunken. Dafür ist die Motivation zur sozialen Kontrolle und zivilcouragiertem Verhalten durch den Konsens unter den Fahrgästen (Trinken im Zug wird geächtet) gestiegen. Darüber hinaus reflektieren viele Fahrgäste ihr Verhalten im Zug, wodurch das Müllaufkommen drastisch gesunken ist. Nicht zuletzt erhöht sich das subjektive Sicherheitsgefühl durch die gestiegene Präsenz des Sicherheitspersonals und das Ausbleiben aggressiven und bedrohlichen Verhaltens.
Hintergrund zur Kommunikation „metronom ALKOHOLFREI“ steht für die positiven Aspekte des promillefreien Reisens: Ruhe, Sicherheit, Sauberkeit, Komfort, Pünktlichkeit, kurz – für angenehmes Bahnfahren im Nahverkehr. Alle Türen der metronom Züge tragen das auffällige Logo, so dass metronom ALKOHOLFREI schon von außen deutlich zu erkennen ist. Überall in den Wagen weisen von metronom entwickelte Piktogramme unmissverständlich auf die neuen Regeln hin. Die Website www.metronom-alkoholfrei.de informiert über Hintergründe, die bisherige Presseberichterstattung und bietet einen Frage-Antwort-Bereich. Befürworter des AKVs können sich dort als Unterstützer eintragen, denn erst ein breiter Rückhalt in der Gesellschaft wird für Akzeptanz des Verbotes auch bei denen sorgen, die bisher skeptisch oder gar Verursacher der Probleme sind.
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Metronom fährt auch weiterhin Bremen an
Pressemitteilung der Landesnahverkehrsgesellschaft Hannover vom 4.3.
Hanse-Netz: DB zieht Nachprüfungsantrag zurück
Metronom erhält Zuschlag
HANNOVER, den 04.03.2010 Die Deutsche Bahn hat ihren Antrag auf Nachprüfung der Vergabeentscheidung für das Hanse-Netz zurückgezogen. Die Länder Niedersachsen, Hamburg und Bremen können nun wie geplant der Firma Metronom den Zuschlag für das neu konzipierte Hanse-Netz zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen mit Betriebsbeginn im Dezember 2010 für acht Jahre erteilen.
Nun ist es amtlich: Die DB Regio AG hat ihren Nachprüfungsantrag gegen die Entscheidung für den Metronom heute zurückgenommen, nachdem am 26. Februar die Vergabekammer in Lüneburg in der mündlichen Verhandlung hatte durchblicken lassen, dass sie den Antrag der DB für unbegründet halte.
"Wir freuen uns, dass die Vergabekammer in der mündlichen Verhandlung die Rechtmäßigkeit unseres Vergabeverfahrens bestätigt hat und sich die DB daher nun zur Rücknahme ihres Antrags entschieden hat. Die Rücknahme bewirkt, dass das Nachprüfungsverfahren inklusive des vorläufigen Verbots der Zuschlagserteilung an Metronom gegenstandslos wird", so Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der LNVG, "wir werden daher jetzt kurzfristig der Firma Metronom den Auftrag für den Betrieb des Netzes erteilen".
Das Netz umfasst alle Nahverkehrslinien auf der Schiene zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen, die derzeit von der Metronom Eisenbahngesellschaft und der Deutschen Bahn betrieben werden. Pro Jahr werden die Züge über fünf Millionen Kilometer zurücklegen, knapp 80 Prozent davon in Niedersachsen. Für das neue Netz hat die LNVG zusätzliche Doppelstockwagen und Lokomotiven beim Hersteller Bombardier eingekauft, damit künftig noch öfter und teilweise auch längere Züge fahren können. Die modernen und komfortablen Fahrzeuge mit Klimaanlage, Bistrobereich und Sitzplatzreservierungssystem wird die LNVG zusammen mit den derzeit auf den Linien eingesetzten Fahrzeugen an Metronom vermieten. Insgesamt werden dann 20 Elektrolokomotiven und 126 Doppelstockwagen in dem Netz unterwegs sein.
Menn wies auch auf die Vorteile für Fahrgäste und Steuerzahler hin: "Wir sind mit dem Ergebnis der Ausschreibung sehr zufrieden. Die Menschen zwischen Bremen, Hamburg und Uelzen können sich auf ein deutlich verbessertes Bahnangebot freuen. Trotz der Mehrleistungen und des gleichbleibend hochwertigen Angebots sparen die Länder Niedersachsen, Bremen und Hamburg durch die Neuvergabe an Metronom jedes Jahr Zuschüsse in erheblicher Höhe".
Den Fahrplan hatten die Auftraggeber völlig neu konzipiert: Zwischen Bremen und Hamburg wird neben der schon jetzt bestehenden Express-Linie (heute Metronom "ME"), die in den aufkommensstärksten Bahnhöfen hält, eine weitere durchgehende Metropol-Linie mit Halt an allen Stationen geschaffen. Letztere ersetzt die beiden Linien zwischen Bremen und Rotenburg (heute "RB" der Deutschen Bahn) sowie zwischen Tostedt und Hamburg (heute Metronom "MEr") und schließt so die bisher bestehende Lücke zwischen Rotenburg und Tostedt. Damit erhalten alle zwischen Bremen und Hamburg liegenden Stationen ganztags halbstündlich bzw. stündlich schnelle Direktverbindungen in die beiden Metropolen. Zudem werden für die Pendler aus Richtung Buchholz und Lüneburg zusätzliche Züge nach Hamburg in den Hauptverkehrszeiten eingesetzt, so dass die heute teilweise sehr stark besetzten Züge entlastet werden und mehr Fahrgäste einen Sitzplatz finden.
Hintergrund:
Hamburg, Bremen und die LNVG, eine Gesellschaft des Landes Niedersachsen, sind in ihrem jeweiligen Bereich zuständig für die Planung und Finanzierung des Nahverkehrs auf der Schiene. Sie beauftragen die Eisenbahnunternehmen mit der Durchführung der Verkehre und vergeben Fördermittel für diverse Nahverkehrs-Projekte. Die Einnahmen aus Fahrkartenverkäufen decken im Nahverkehr nur zu einem Teil die Betriebskosten der Eisenbahnunternehmen. Um die so entstehenden Defizite der Eisenbahnverkehrsunternehmen zu decken, zahlen die Länder Zuschüsse aus den ihnen vom Bund bereitgestellten Mitteln (so genannte Regionalisierungsmittel). Um diese Zuschüsse so weit wie möglich zu reduzieren, haben sie sich zum Ziel gesetzt, den Wettbewerb unter den Eisenbahnunternehmen zu stärken und die Verkehrsleistungen jeweils an den Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu vergeben.
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Beginn des Alkolholverbots am 15.11.
Start der Kampagne „metronom ALKOHOLFREI“
Am Sonntag, dem 15. November 2009 führt die metronom Eisenbahngesellschaft mbH in ihren Zügen ein Alkoholkonsumverbot ein. Damit Fahrgäste schon von außen erkennen, dass in den metronom Zügen promillefreies Reisen möglich ist, prangt auf allen Wagen das Logo „metronom ALKOHOLFREI“. Stellvertretend für alle Halteorte des metronom Streckennetzes setzen Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge und der Landrat des Landkreises Lüneburg, Manfred Nahrstedt, das Signal auf Start für alkoholfreie Nahverkehrszüge.
Große Zustimmung unter den Fahrgästen, viele Diskussionen, wenig Ablehnung: So lässt sich die seit über sechs Wochen dauernde Informationsphase über das „AKV“, das Alkoholkonsumverbot im metronom, zusammenfassen. Der Vorstoß des privaten, niedersächsischen Eisenbahnunternehmens hat eine bundesweite Diskussion über die Rolle von Alkohol in Regionalzügen und darüberhinaus im öffentlichen Raum in Gang gesetzt.
Bisher standen die Ursachen und die vielen negativen Auswirkungen, die zu diesem Verbot führten, im Vordergrund der Kommunikation. Mit einer ungewöhnlichen Herangehensweise, der „Horst-Schlämmer-Strategie“, will das Eisenbahnunternehmen nun für Akzeptanz werben. Ähnlich wie beim fiktiven Kanzlerkandidaten aus Grevenbroich, wird sich die Kampagne der Niedersachsen auf ein fiktives Produkt „metronom ALKOHOLFREI“ konzentrieren, das für die positiven Aspekte des promillefreien Reisens steht: Ruhe, Sicherheit, Sauberkeit, Komfort, Pünktlichkeit, kurz – für angenehmes Bahnfahren im Nahverkehr.
Die Türen der Wagen werden das auffällige Produkt-Logo tragen, so dass metronom ALKOHOLFREI schon von außen deutlich zu erkennen sein wird. In den Wagen weisen eigens von metronom entwickelte Piktogramme unmissverständlich auf die neuen Regeln hin. Eine Website www.metronom-alkoholfrei.de informiert über Hintergründe, die bisherige Presseberichterstattung und bietet einen Frage-Antwort-Bereich. Und es werden Unterstützer gesucht, denn erst ein breiter Rückhalt in der Gesellschaft wird für Akzeptanz des Verbotes auch bei denen sorgen, die bisher Probleme bereitet haben. Befürworter des Alkoholkonsumverbotes können sich dort eintragen und in SMS-Länge (160 Zeichen) begründen, warum sie metronom ALKOHOLFREI unterstützen.
Dazu Landrat Manfred Nahrstedt: „Der Landkreis Lüneburg setzt sich gemeinsam mit seinen Gemeinden bereits in vielen Bereichen gegen Alkoholmissbrauch ein. Bei diesem Thema sind wir schließlich alle gefordert.“ Oberbürgermeister Ulrich Mädge ergänzt: „Alkoholfreie Züge sind für mich ein Baustein für einen bewussteren öffentlichen Umgang mit Alkohol vor allem zum Schutz und als Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen.“
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